Bessere Tweets durch das Erzählen von Geschichten

Nick Reese

By Nick Reese

Januar 21, 2019
Person, die einen Stapel Bücher ins Bild hält

Im Marketing ist es nicht immer so, dass sich das beste Produkt durchsetzt. Häufig gewinnt das Produkt mit der besten Geschichte.

Wir bilden uns zwar gerne ein, dass wir unsere Kaufentscheidungen rational, konsequent und wohlüberlegt treffen. Sehr oft geht es bei einem Kauf jedoch darum, ob uns die Geschichte einer Marke anspricht oder nicht. Je besser du die Geschichte deiner Marke präsentierst, desto leichter fällt es den Kunden, ihre eigenen Geschichten mit deiner Marke zu verbinden.

Elemente einer Geschichte

Ganz gleich, ob du einen Roman schreibst oder einen Tweet verfasst: Jede Geschichte basiert auf den folgenden Elementen:

  • Handlungsort: Es kann ein kalter, grauer Wintermorgen in Chicago sein, oder vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis. Eine Geschichte findet immer zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort statt. Dementsprechend kannst du mithilfe dieses Elements erklären, wann und in welcher Situation dein Produkt unbedingt gebraucht wird.
  • Charaktere: Jede Person in einer Geschichte spielt eine bestimmte Rolle. Stelle dir dein Produkt als eine Art Figur vor, und nicht nur als einen Gegenstand oder Service. Nun kannst du überlegen, wie deine Marke in Form dieser hilfreichen Figur das Leben deiner Kunden unterstützen kann.
  • Handlung: Hier geht es darum, was die Figuren im Rahmen der Handlung erleben. Auf den Fall einer Marke angewendet kann die Handlung mit einem Ausgangsproblem beginnen, das im weiteren Verlauf dadurch gelöst wird, dass der Kunde dein Produkt nutzt.
  • Konflikt: Konflikte bzw. Probleme machen uns zwar das Leben schwer. Einer Geschichte verleihen sie jedoch den gewissen Pep. Denn Probleme binden die Leute emotional an den Handlungsstrang. Nutze das Element des Konflikts, indem du deinen Kunden zeigst, dass du ihre Probleme kennst, und vor allem: dass du eine Lösung für sie parat hast.
  • Spannungsbogen: Jede Geschichte hat einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende. Spielt eine Marke die Hauptrolle, könntest du es dir leicht machen und sofort glückliche Kunden zeigen. Baue jedoch lieber einen Spannungsbogen auf, damit die Kunden das „Drama“ um dein Produkt, also die Entwicklung vom Ausgangspunkt über zwischenzeitliche Spannungen bis hin zum Höhepunkt, nachvollziehen können.

So kannst du auf Twitter deine Geschichte erzählen

Da Twitter sehr vielseitig ist, kannst du die beschriebenen Elemente einer Geschichte auf mehrere Arten in deinem Feed unterbringen:

  • Mit Twitter Moments kannst du mehrere Tweets zusammenstellen und kuratieren und auf diese Weise Geschichten rund um Themen oder Unterhaltungen erzählen, die deine Follower interessieren.
  • Anstelle eines einzigen Bilds kannst du in einem Tweet mehrere Fotos zu einem Spannungsbogen kombinieren.
  • Eine Analyse von 3,7 Millionen Accounts hat ergeben, dass Tweets mit Videos 10-mal mehr Interaktionen auf sich ziehen als Tweets ohne Video. Das liegt daran, dass sich ein Video perfekt dafür eignet, die Geschichte einer Marke kompakt zu erzählen: die Ausgangssituation, die Figuren, die Handlung, den spannungsaufbauenden Konflikt. Alles innerhalb weniger Sekunden oder Minuten.
  • Indem du einen Tweet-Thread postest, wird eine Reihe von Tweets miteinander verknüpft. Das ist hilfreich, wenn du etwa die lange Geschichte deiner Marke in leicht verdauliche Happen unterteilen möchtest. Außerdem haben deine Follower auf diese Weise die Möglichkeit, einzelne Teile deiner Geschichte zu retweeten oder zu kommentieren, wenn sie diese besonders interessant finden. Als Sahnehäubchen kannst du die Tweets aus einem Thread in einem Twitter Moment festhalten.

 

 


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